Das Stud
Seit den 70ern Kult
Nachdem sich die Freiburger Studentenverwaltung aus dem Projekt Studenten-Club zurückgezogen hatte, übernahm die Wirtin Uschi Barginde Anfang der 70er Jahre das Stud,. Unter vielen Namen von »Club 28« bis »Kanapee« lief die Kneipe seither, aber für die Gäste war es immer nur das Stud. Generationen von Studenten, Jungen und Junggebliebene trafen sich hier bei studentenfreundlichen Preisen, diskutierten über Politik, philosophische Themen und auch ganz Alltägliches.
Sie feierten gemeinsam Heiligabend, den das Stud mit seiner Weihnachtsöffnung neu erfunden hatte. Viele ehemalige Stammgäste, zum Teil verstreut in alle Welt, besuchten auch später immer wieder das Stud.
Kurz: Das Stud verband und formte Generationen von Offenburgern.
2004 wollte Uschi, die alle duzten, mit 55 Jahren sich etwas Ruhe gönnen und das Stud aufgeben.
Doch es ging weiter
Ferro, ein Offenburger Künstler und langjähriger Studgast. übernahm die Leitung. Zusammen mit Franz sorgte er dafür, dass sich ein weiteres Jahr im Stud Menschen aller Altersklassen trafen.
Dann wurde das Gebäude verkauft. Im Dezember 2005 gingen endgültig die Lichter aus und ein denkwürdiges Stück Offenburger Kneipen-Kultur sollte nun Geschichte werden.
Wir wollten das nicht, setzten uns zusammen arbeiteten nun unermüdlich an einem Konzept. Wir versuchten alles, um den Geist der »Kultkneipe« Stud in anderen Räumen weiterleben zu lassen, damit das Stud weiterhin die Generationen verbindet und ein Stück Stadtkultur erhalten bleibt.
Das neue Stud
Nach zahlreichen sachlichen und manches Mal auch emotionalen Diskussionen sind sich die Studfreunde in ihren Wünschen und Zielen einig: Das neue Stud als zentrales Kulturforum eines gemeinnützigen Kulturfördervereins. Als wesentliche Ziele des Vereins werden die Förderung von Jugend - und Musikkultur, Organisation kultureller Veranstaltungen und gezielte Projektarbeiten im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich festgelegt.
So sollte das Stud in altem Gewand ein neues Leben beginnen. Geeignete Räume wurden in dem denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Gaststätte Schlachthöfle in der Wasserstraße gefunden. Der Umbau wurde selbst finanziert und in Eigenleistung vieler Helfer bewältigt. Manche Einrichtungsgegenstände des alten Stud fanden dabei einen neuen Platz.
Das Stud wird seit der Eröffnung im April 2006 als Kneipe in ehrenamtlicher Arbeit der Vereinsmitglieder betrieben. Im Rahmen der Möglichkeiten bietet der Verein Räume für Gruppen, Veranstaltungen und Diskussionen an. Regelmäßig werden Projekte gesellschaftlicher oder kultureller Natur vom Verein durchgeführt. Seit Frühjahr 2009 arbeitet der Verein mit Unterstützung der Stadtbau Offenburg an der Instandsetzung der Räumlichkeiten der alten Freibank. Somit werden noch in 2010 neue Möglichkeiten für die Umsetzung der Ziele des Vereins gewonnen.
Wegbeschreibung
Aus Richtung Lahr (B3)/Kinzigtal (B33) kommend erreicht man das Stud, indem man der Beschilderung Richtung Bahnhof folgt und nach der Kinzigbrücke links in die Freiburger Straße (B3) abbiegt. Man wechselt auf die rechte Spur und biegt nach dem Obi-Gelände rechts ab. Nach wenigen hundert Metern befindet sich das Stud auf der linken Seite.
Von Appenweier über die B3 aus kommend erreicht man das Stud, in dem man am Freiburger Platz dem Verlauf der Freiburger Straße (B3) folgt und nach dem Mühlbach links einbiegt (vor Intersport Kuhn). Ist man an der Gaskugel vorbei, stößt man auf die Wasserstraße. Rechts abbiegen, und nach wenigen Metern sieht man das Stud auf der rechten Seite.
Parkplätze befinden sich nur 50m entfernt in der Parallelstraße zur Freiburger Straße in Richtung Obi. Das Parkhaus Wasserstraße hat unter der Woche rund um die Uhr geöffnet und eignet sich daher auch als Parkmöglichkeit. Bitte parkt nicht vor der Einfahrt oder im Innenhof des Schlachthofes, da hier auch nachts LKWs anliefern. Fahrzeuge, die dort parken, lassen die Schlachthof-Betreiber abschleppen.
