Wie geht eigentlich … Weihnachten?

Es beginnt im Oktober. Beim gemütlichen Einkaufen entdeckst du sie zwischen dem Regal mit dem Wodka und den Keksen. Sie sind in hässliche, rote Kartons verpackt, aber darin fehlt noch kein einziger – wahrscheinlich weil alle so denken wie du: “Verdammt es ist noch Sommer, was soll ich denn jetzt mit diesen beschissenen Weihnachtsmännern“. Die nächsten beiden Tage erzählst du jedem, wie ätzend du es findest, dass es 78 Tage vor Weihnachten bereits Lebkuchenherzen, Spekulatius und Weihnachtsmänner zu kaufen gibt. Dann hast du das alles wieder vergessen. Die Paletten im Kaufhaus werden immer mehr. Langsam gewöhnst du dich an den Anblick und schlenderst beim Einkaufen einfach an den Regalen vorbei.

Mitte November: Sonntag morgen, du wachst auf und stellst das Radio an, weil es so leise zu Hause ist. Der Radiomoderator erzählt noch etwas von “bald ist es ja soweit” und “lasst uns schon mal in Stimmung kommen“. Kurz danach stehst du mit aufgerissenen Augen in der Küche und hörst zu, wie George Michael singt: “last christmas i gave you my heart but the very next day” …”schmiss ich es in den Müll“, denkst du dir. Auch diese Erfahrung verdrängst du mit den Gedanken, es sei doch noch so lange hin.

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